Die Rechtsgrundlage für Betrieb und Modernisierung von Ölheizungen, das Gebäudeenergiegesetz (GEG) ist verabschiedet und tritt am 1. November 2020 in Kraft. Die guten Nachrichten vorneweg:

  • Ölheizungen dürfen weiter eingebaut werden bis Ende 2025 auch ohne Kombination mit erneuerbaren Energien
  • es gibt kein generelles Verbot von Ölheizungen
  • Bestehende Ölheizungen können weiter betrieben und modernisiert werden

Fall A: Sie haben eine Ölheizung und möchten (noch) nicht modernisieren?

Ob Sie diese laut Gebäudeenergiegesetz weiterhin betreiben dürfen,  hängt von folgenden Faktoren ab:

  • Alter der Heizung
  • Art der Heizung: Niedertemperatur-Heizkessel oder Brennwertkessel
  • Wohnungen im Gebäude
Modernisierung Ölheizung GEG

Fall B: Umstieg auf Öl-Brennwerttechnik

Wenn Sie eine alte Ölheizung hingegen durch Öl-Brennwerttechnik ersetzen möchten, sind folgende Faktoren nach dem GEG entscheidend:

  • Termin des geplanten Einbaus
  • Anteilige Nutzung von Erneuerbaren Energien
  • Gas- oder FW-Anschluss vorhanden
Umstieg Öl-Brennwerttechnik
Zum Leitfaden

Das neue Gebäudeenergiegesetz (GEG) tritt am 1. November 2020 in Kraft. Neben bereits bestehenden rechtlichen Bestimmungen wie dem Energieeinsparungsgesetz, der Energieeinsparverordnung und dem Erneuerbare-Wärme-Gesetz, die gebündelt und vereinheitlich wurden, sind im Hinblick auf das Klimaschutzprogramm der Bundesregierung auch neue Regelungen aufgenommen worden. Diese betreffen u.a. Ölheizungen, wobei es auch künftig – darauf verweist das Institut für Wärme und Mobilität (IWO) – kein generelles Verbot von Ölheizungen geben wird.

Bestehende Ölheizungen dürfen künftig weiter betrieben und auch modernisiert werden. Bis einschließlich 2025 kann ein Heizkessel im Keller gegen ein modernes Öl-Brennwertgerät ausgetauscht werden, so der IWO-Hinweis.

Wer nach 2025 weiterhin auf das System Ölheizung setzen möchte, muss Auflagen beachten. Der Einbau eines neues Öl-Brennwertgerätes muss ab diesem Zeitpunkt mit einer erneuerbaren Technologie wie z.B. einer Solarthermieanlage gekoppelt sein. Auf die Erneuerbaren-Komponente darf nur dann verzichtet werden, wenn kein Anschluss an das Gas- oder Fernwärmenetz möglich ist und keine erneuerbaren Energien anteilig integriert werden können.

Für den Einbau einer Öl-Hybridheizung, darauf weist IWO-Geschäftsführer Adrian Willig hin, gibt es weiter staatliche Fördergelder. Finanziell unterstützt werde der Einbau der erneuerbaren Komponenten, wie zum Beispiel einer Solaranlage, mit 30 Prozent der Investitionskosten. Auf weitere Fördermöglichkeiten von Heizgeräteherstellern kann bei Modernisierungsplänen ebenfalls zurückgegriffen werden.