Für den Winter werden dem Winterdiesel gemäß DIN EN 590 bereits in der Raffinerie spezielle Additive hinzugegeben. So wird von Mitte November bis Ende Februar für eine höhere Kältefestigkeit des Diesels gesorgt. Denn durch die Additive werden die Paraffinkristalle, die sich bei Minusgraden bilden, so klein gehalten, dass sie den Filter nicht verstopfen.

Dieselkraftstoffe müssen gemäß DIN EN 590 in den Wintermonaten bis max. -20°C kältefest sein. D.h. im Winter muss der Diesel vom 15.11 – 28./29.02 einen Kraftstofffilter mit definierter Maschenweite in einer vorgegebenen Zeit bis maximal -20°C durchlaufen (CFPP-Wert; Cold Filter Plugging Point). Dieser von der Norm geforderte Filtrierbarkeitstest wird in der CFPP-Prüfnorm EN 116 definiert und im Labor getestet.

Dabei gibt die „Dieselkraftstoff-Norm“ DIN EN 590 nachfolgende Werte vor. Shell FuelSave Diesel übertrifft die Norm-Vorgaben sogar und ist nach CFPP-Prüfnorm EN 116 bis max. -22°C kältefest.

  • 15.04. bis 30.09.: CFPP: max. 0°C (Shell Diesel FuelSave max. -2°C)
  • 01.10. bis 15.11.: CFPP: max. -1 °C (Shell Diesel FuelSave max. -13°C)
  • 15.11. bis 28.02.: CFPP: max. -2 °C (Shell Diesel FuelSave max. -22°C)
  • 01.03. bis 14.04.: CFPP: max. -10°C (Shell Diesel FuelSave max. -13°C)

Neben CFPP sind auch der Cloudpoint und die Cetanzahl unter anderem für einen sorgenfreien Betrieb im Winter entscheidend. Hier unterscheiden sich die Werte für den Winterdiesel bei B0-Diesel, Shell FuelSave Diesel und Standarddiesel.

Allerdings ist Winterdiesel allein ist noch keine Garantie, dass ihr Fahrzeug auch bei tiefen Temperaturen immer fahrbereit ist. Folgende Faktoren sollten Sie im Winter zusätzlich berücksichtigen.

Verstopfte Kraftstofffilter

Durch die so genannte Tankatmung aus der Luftfeuchtigkeit kann such Wasser im Kraftstoffsystem absetzen. So kann bereits bei geringen Minusgraden der Kraftstofffilter vereisen wodurch sich die Durchlässigkeit verringert. Verschmutzte oder zu engmaschige Kraftstofffilter mindern die Durchlässigkeit zusätzlich.

PKW-Standort

Auch der Standort des Fahrzeugs ist entscheidend. Auch wenn die Temperatur beim Start am Morgen deutlich über –22°C liegt, können die Tiefstwerte während der Nacht deutlich darunter gelegen haben. Eisiger Wind im freien kann ebenfalls durch weitergehende Auskühlung zu tieferen Temperaturen führen.